Das ERA-NET on research on materials science and engineering including international cooperation - M-ERA.NET - mit über 40 Partnern aus über 30 verschiedenen Ländern und Regionen, startete Anfang 2012 als Projekt im siebten EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7). Es wird nun von 2016 bis 2021 als Horizont 2020 Projekt fortgeführt. Inhaltlich wird eine breite Themenvielfalt von grundlagenorientierten Materialwissenschaften über Forschung und Entwicklung innovativer Werkstoffkonzepte bis zu den Herstellungsprozessen abgedeckt.

Deutsche Projektpartner sind das Bundesministerium für Bildung und Foschung (BMBF) und der Projektträger Jülich mit dem nationalen Förderprogramm "Vom Material zur Innovation", sowie der Projektträger Karlsruhe mit dem nationalen Programm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen".

Geplant sind u. a. jährliche transnationale Ausschreibungen. Je nach Themenschwerpunkt ist auf diese Weise eine Teilnahme von Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen aus Deutschland und den anderen beteiligten Staaten in verschiedenen Zusammensetzungen möglich. Zudem soll die Internationalisierung der Forschungskooperation innerhalb des ERA-NETs vorangetrieben werden. So werden in einem eigenen Arbeitspaket werkstoffrelevante Förderaktivitäten in Drittstaaten identifiziert mit dem Ziel, diese in zukünftige Aktivitäten einzubinden.

M-ERA.NET Call 2019

Der M-ERA.NET Call 2019 wurde am 19. März 2019 geöffnet. Insgesamt werden ca. 25,5 Millionen Euro Fördermittel von 35 Förderagenturen aus 25 verschiedenen Ländern zur Verfügung gestellt.

Ziel der Ausschreibung ist es, ambitionierte transnationale Forschungs- und Entwicklungs-Projekte zu förden, die den Bereich Materialforschung adressieren. Der Bereich "Biomaterialien" kann als Querschnittthema in den unten stehenden Themenbereichen adressiert werden:

  • Innovative surfaces, coatings and interfaces
  • Functional materials

Die Beteiligung deutscher Industriepartner wird positiv gewertet.

Die Deadline für die Einreichung der Pre-Proposal ist der 18. Juni 2019.

Es werden transnationale Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens drei Verbundpartner aus mindestens zwei verschiedenen Ländern teilnehmen müssen. Mindestens ein Partner muss aus einem EU-Mitglied- oder assoziierten Staat kommen.  Die Zuwendungen werden länderspezifisch gewährt, d. h. jedes Land finanziert die an den Projekten beteiligten Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen mit Sitz im jeweils eigenen Land. Eine genaue Auflistung der teilnehmenden Länder/Regionen finden Sie unter der ERA.NET-Call 2019 Seite.

Aktuell erfolgt die Evaluierung der eingereichten Full-Proposals durch internationale Gutachter. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang Februar 2019 bekanntgegeben.

Deutsche Beteiligung an der M-ERA.NET Ausschreibung

Das BMBF (Referat 523) und der Projektträger Jülich mit dem nationalen Förderprogramm „Vom Material zur Innovation“, haben eine Themenauswahl und eine Themenfokussierung  im Bereich der Materialforschung vorgenommen.

Projektvorschläge mit deutscher Beteiligung müssen zudem einen der nachfolgenden Bereiche des M-Era.Net-Calls 2019 adressieren:

  • Innovative surfaces, coatings and interfaces
  • Functional materials

Die Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist veröffentlicht:

Zur Bekanntmachung