Künftige und neu entstehende Technologien

Grundlagenorientierte Werkstoffthemen werden in Horizont 2020 nicht mehr im NMBP-Arbeitsprogramm aufgenommen. Stattdessen wird auf die Antragsmöglichkeit in "Künftige und neu entstehende Technologien - Future and Emerging Technologies (FET)" hingewiesen.

FET besteht aus drei Förderlinien:

  • FET-OPEN
  • FET Proactive
  • FET-Flagships

Die Förderlinien FET-OPEN und FET Proactive sind für alle thematischen Bereiche von Horizont 2020 offen, wobei Verbundprojekte und Begleitmaßnahmen gefördert werden können.

Die Evaluierungsergebnisse der FET-OPEN-Ausschreibung, Cut-Off Date 27.09.2017 für FET OPEN-1 und FET OPEN-4 finden Sie unter "Weiterführende Links"

Informationen zu FET-OPEN-Anträgen für Verbundforschungsprojekte

In FET-OPEN können visionäre bahnbrechende Ideen in Wissenschaft und Technologie im Frühstadium bottom-up, interdisziplinär und themenoffen zu insgesamt vier Stichtagen (16.05.2018, 24.01.2019, 18.09.2019, 13.05.2020) eingereicht werden. Darüber hinaus sind Begleitmaßnahmen zu FET-OPEN als klassische "Coordination and Support Actions"  (CSA) sowie als das "FET Innovation Launchpad" - zur Verwertung der in FET-Projekten erzielten Ergebnisse - ausgeschrieben. Zu den aktuellen Ausschreibungen gelangen Sie über die nachfolgenden Links (Participant Portal der EU-Kommission):

Informationen für den Aufbau Ihres Antrags finden Sie in den Vorlagen der EU-Kommission:

Nächste Einreichungsfrist: 16. Mai 2018

Budget je Cut-Off Date: 123,7 Millionen Euro, max. Fördervolumen pro Projekt liegt bei drei Millionen Euro.

Rahmenbedingung der Anträge:

Konsortien müssen aus mindestens drei Partnern aus drei Ländern bestehen.

Das Projekt erfüllt die „FET-Gatekeeper“:

  • radikale Vision: klare und umwälzende Vision, mit einem neuen technologischen Konzept, das bestehende Paradigmen herausfordert
  • bahnbrechendes, technologisches Ziel: Grundlagenforschung ja, aber mit dem technologischen Ziel des ersten Nachweises der Machbarkeit (proof-of-concept) der Vision
  • ambitonierte interdisziplinäre Forschung: technologische Durchbrüche erzielen und neue Forschungsfelder erschließen

Gerne beraten wir Sie hierzu im Vorfeld auch zu Teilaspekten Ihres Antrags und bieten Ihnen an, einzelne Kapitel oder auch den gesamten Antrag gegenzulesen. Sprechen Sie uns hierzu bitte frühzeitig an.

Informationen zu FET-Proactive-Anträgen für Verbundforschungsprojekte

Ziel von FET Proactive ist der Aufbau von Förderlandschaften zu neu entstehenden Paradigmen und aufkeimenden Themen. Im neuen Arbeitsprogramm 2018–2020 sind zwei Ausschreibungen zu FET Proactive vorgesehen, in 2018 zu sechs Themen und u weiteren Themen in 2020.

Es können mehrere Projekte mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren zu den folgenden Themen gefördert werden. Als Projektvolumen werden für die Themen a, c, d, e vier bis sieben Millionen Euro und für die Themen b  und f fünf Millionen Euro vogeschlagen. Das zur Verfügung gestellte Gesamtbudget ist neben den Themen aufgelistet:

a. Artificial organs, tissues, cells und sub-cellular structures:  15 Millionen Euro
b. Time: 13 Millionen Euro
c. Living Technologies: 20 Millionen Euro
d. Socially interactive technologies: 15 Millionen Euro
e. Disruptive micro-energy and storage technologies: 15 Millionen Euro
f. Topological matter: 10 Millionen Euro

Teilnehmerportal zu FET Proactive

Die Vorlagen der Anträge sind momentan erst dann verfügbar, wenn man in das Submission System einsteigt.

Die Frist für diese Ausschreibung endet am 22. März 2018.

Informationen zu FET-Flagships-Anträgen für Verbundforschungsprojekte

In FET-Flagships werden agendagetriebene, langfristige kooperative Forschungsinitiativen in Themenfeldern gefördert, die Gesellschaft und Wirtschaft transformieren. Auch hier werden werkstoffbezogene Forschungsthemen gefördert

FET Flagship on Quantum Technologies

Das Ziel von FET Flagship on Quantum Technologies ist der Aufbau einer vernetzten europäischen Quantentechnologie-Community zu den Themen der strategischen Forschungsagenda. Hierzu wird 2018 sowohl eine RIA als auch eine CSA ausgeschrieben. Bei der RIA soll in den Feldern Quantenkommunikation, -computersysteme, -simulation, -sensorik sowie bei der Grundlagenwissenschaft die Technologie verbessert werden. Bei der CSA soll ein Teilnehmer des Flagships ein Netzwerk aufbauen und koordinierende Maßnahmen übernehmen. Im Jahr 2018 stehen für die RIA 130 Millionen Euro und für die CSA zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Die Frist für diese Ausschreibung endete am 20. Februar 2018.

Teilnehmerportal zum FET Flagship on Quantum Technologies

Preparatory Actions for new FET Flagships

UPDATE: Es wurden am Stichtag 33 Anträge eingereicht.

Kommende FET-Flagship-Kandidaten sollen mit dieser Maßnahme entwickelt werden. Dabei gilt es, die Fragen zu klären, warum das vorgeschlagene Thema ein FET-Flagship sein sollte, welche der zu erwartenden Auswirkungen gut für Europa ist und was der Mehrwert des Flagships sind.

Weiterhin sollen die vorgeschlagenen Themen soweit ausgearbeitet sein, dass eine Vision, eine langfristige Roadmap, eine Blaupause für die Durchführung, eine Leitungsstruktur, Unterstützung durch betroffene Industrien und der Forschungs- und Entwicklungsansatz vorliegen. Die geförderten Projekte sollen für mindestens eines der Unterthemen einen interdisziplinären Ansatz hervorbringen und eine geeinte Vision der relevanten Community beinhalten. Die Themen sind:

IKT und die vernetzte Gesellschaft

  • Intelligente Materialien und nanoskalige Konstruktion
  • Robotik,  Grenzflächen und künstliche Intelligenz
  • IKT für soziale Wechselwirkung und Kultur

Gesundheit und Lebenswissenschaften

  • Bahnbrechende Technologien zur Revolution des Gesundheitssystems
  • Das Leben verstehen durch die Erforschung des Genoms und der Zelle

Energie, Umwelt und Klimawandel

  • Erde, Klimawandel und natürliche Ressourcen
  • Radikal neue Energieproduktion, Umwandlung und Speichergeräte und -system

Von der EU-Kommission ist eine Projektdauer von zwölf Monaten, ein Projektvolumen von einer Million Euro und ein Gesamtbudget von sechs Millionen Euro vorgesehen.

Die Frist für die erste Stufe endete am 20. Februar 2018.

Teilnehmerportal zu den Preparatory Actions for new Flagships