Industrielle Technologien in Horizont Europa

Die EU-Kommission bereitet in Abstimmung mit dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament ein neues, umfangreiches Programm für Forschung und Innovation vor. Dieses neue Rahmenprogramm schließt zeitlich an das aktuelle Programm Horizont 2020 an und wird voraussichtlich wieder eine Laufzeit von sieben Jahren umfassen (2021-2027). Die Inhalte orientieren sich an wichtigen gesellschaftlichen Fragestellungen wie zum Beispiel Gesundheit, Umwelt und Verkehr. Ein zentrales Ziel ist es, Exzellenz in der europäischen Wissenschaft zu fördern. Nach den Vorstellungen der EU-Kommision soll das Gesamtbudget ca. 100 Milliarden Euro umfassen.

Horizont Europa wird aus den folgenden drei Pfeilern bestehen:

  • Wissenschaftsexzellenz
  • Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas
  • Innovatives Europa

Die Industriellen Technologien werden nach aktuellem Planungsstand im Cluster 4 "Digitalisierung, Industrie und Weltraum" der 2. Säule angesiedelt sein.

Industrielle Technologien in Cluster 4 „Digital, Industry and Space"

Gemäß dem Vorschlag der EU-Kommission zu Horizont Europa werden sich Industriellen Technologien primär im Cluster 4 „Digital, Industry and Space“ wiederfinden. Das Cluster gliedert sich in zehn Interventionsbereiche ("Areas of Intervention”) von denen die fett markierten den Industriellen Technologien zuzurechnen sind:

  1. Fertigungstechnologien (Manufacturing Technologies)
  2. Digitale Schlüsseltechnologien (Key Digital Technologies)
  3.  Werkstoffe (Advanced Materials)
  4. Neue Technologien (Emerging Enabling Technologies)
  5. Künstliche Intelligenz und Robotik (Artificial Intelligence and Robotics)
  6. Nächste Generation Internet (Next Generation Internet)
  7. Fortgeschrittene Datenverarbeitung und Big Data (Advanced Computing and Big Data)
  8. Kreislaufwirtschaft (Circular Industries)
  9. Kohlenstoffarme und saubere Industrien (Low-Carbon and Clean Industries)
  10. Weltraum, einschließlich Erdbeobachtung (Space, including Earth Observation)

Europäische Partnerschaften in Horizont Europa

Neben den klassischen jährlichen Aufrufen in den europäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation gibt es weitere Fördermöglichkeiten für transnationale Verbundforschung. Der anstehende Wechsel von Horizont 2020 zu Horizont Europa wirkt sich auch auf die Partnerschaften aus. In Horizont Europa sollen sie unter dem Dach der „Europäischen Partnerschaften“ zusammengefasst und rationalisiert werden. Die bisherigen Partnerschaften werden analog zur nebenstehenden Abbildung abgelöst. Dabei machen die Partnerschaften 50 Prozent des Budgets der Säule II aus. 

In Horizont Europa wird es demnach die drei folgenden Partnerschaftstypen geben:

  • Ko-finanzierte Partnerschaften zwischen der EU Kommission sowie Forschungsförderern und anderen öffentlichen Einrichtungen aus EU-Mitgliedsstaaten bzw. assoziierten Ländern
  • Ko-programmierte Partnerschaften zwischen der EU Kommission, EU-Mitgliedsstaaten bzw. assoziierten Ländern, Industrie und weiteren Akteuren (z. B. Stiftungen), die auf vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Partner beruhen.
  • Institutionalisierte Partnerschaften, die entweder auf Artikel 185 bzw. 187 AEUV  oder der EIT-Verordnung beruhen.

Detaillierte Informationen zu den Partnerschaftstypen (engl.)

Für die Industriellen Technologien sind die folgenden Partnerschaftskandidaten relevant:

Cluster 4:
14 Clean Steel & Low Carbon Steelmaking
15 European Metrology Partnership
16 Made in Europe
17 Carbon Neutral and Circular Industry

Cluster 5:
28 European industrial battery value chain

Unsere Website verwendet Cookies und die Analytics Software Matomo. Mehr Information OK