Horizont 2020 Beteiligungsregeln

Nachfolgend erhalten Sie einen kurzen Überblick über wichtige Förderregeln in Horizont 2020.

Die Bedingungen für eine Beteiligung an Horizont 2020 werden durch die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Regeln für die Beteiligung am Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 (2014 - 2020) sowie für die Verbreitung der Ergebnisse festgelegt.

Weitere Informationen zum NMBP-Arbeitsprogramm 2016-2017

Wer kann sich beteiligen?

Die Mindestvoraussetzungen für eine Beteiligung an einem EU-Kooperationsprojekt in Horizont 2020 sind:

Es müssen sich mindestens drei unabhängige Einrichtungen aus drei unterschiedlichen Mitgliedstaaten und/oder assoziierten Staaten zu einem Konsortium zusammenschließen. Antragsberechtigt sind sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen und Unternehmen.

Können auch Partner aus Drittstaaten eine Förderung erhalten?

Internationale Kooperation ist auch in Horizont 2020 erwünscht. Bei den Drittstaaten wird zwischen förderfähigen Drittstaaten und den Industrie-/Schwellenländern unterschieden.

Die förderfähigen Drittstaaten sind im Teil A der Allgemeinen Anhänge General Annexes  zum Arbeitsprogramm zu finden.

Partner aus Industrie- und Schwellenländern erhalten nur eine Förderung, wenn dies im Arbeitsprogramm ausdrücklich vorgesehen ist oder die Kooperation mit diesem Partner für den Projekterfolg zwingend notwendig ist.

Hinweis (Stand 12.09.2014): Die Schweiz ist zu Horizont 2020 lediglich teilassoziiert. Für die Beteiligung von Schweizer Partnern an den Ausschreibungen in NMBP bedeutet dies konkret, dass die Schweiz in solchen Projekten weiterhin als Drittstaat behandelt wird. Somit können Partner aus der Schweiz grundstätzlich kene direkte EU-Förderung erhalten, es sei denn, die Kooperation mit diesem Partner ist für den Projekterfolg zwingend notwendig. Schweizer Partner können sich jedoch an das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wenden, welches seinerseits Fördermittel für die Beteiligung von Schweizer Organisationen an EU-Projekten zur Verfügung stellt.

Welche Förderinstrument gibt es?

In Horizont 2020 gibt es verschiedene Förderinstrument und Innovationen in NMBP:

  • Forschungs- und Innovationsvorhaben (Research Information Actions - RIA)
  • Innovationsvorhaben (marktnahe Aktivitäten - IA)
  • Kooperdinations- und Unterstützungsmaßnahmen

Daneben gibt es weitere Förderinstrumente für bestimmte Zielgruppen, wie das KMU-Instrument (für Innovative KMU) und Fast Track to Innovation (FTI) sowie das ERA-NET Cofund Instrument, welche sich an die Forschungsmittelgeber (in der Regel Ministerien) zur Durchführung gemeinsamer Bekanntmachungen richtet.

Welche Kosten werden erstattet?

Bei der Erstattung der Kosten wird zwischen direkten und indirekten Kosten unterschieden. Direkte Kosten sind Kosten, die dem Projekt unmittelbar zugeordnet werden können. Indirekte Kosten sind Kosten, die nicht unmittelbar dem einzelnen Projekt zugerechent werden können, jedoch in Zusammenhang mit den direkten Kosten entstanden sind. 

Die direkten Projektkosten werden bei Foschungs- und Innovationsvorhaben sowie bei Koordinations- und Unterstützungsmaßnahmen mit bis zu 100 % der Kosten erstattet. Bei den Innovationsvorhaben gilt eine Förderquote von bis zu 70 % der direkten Projektkosten (Ausnahme: Gemeinnützige Einrichtungen können hier bis zu 100 % der direkten Projektkosten geltend machen).

Für indirekte Kosten gilt für alle Förderinstrumente eine Pauschlae in Höhe von 25 % der direkten Kosten des Projektes. Ein Nachweis der tatsächlichen Kosten ist hier nicht mehr notwendig.

Für das KMU-Instrument gelten gesonderte Förderquoten. Weitere Informationen

Nähere Informationen zu den Förderquoten sind dem General Annexes D des Arbeitsprogramms zu entnehmen.